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Die Idee, nach langer Zeit wieder einmal eine SAT Winterturnfahrt zu unternehmen, kam selbstverständlich vom COT Sebastian Wassmer Ut! Traditionsgemäss im Engadin durchgeführt, musste heuer etwas weiter nach Norden ausgewichen werden, aufgrund der Schwierigkeit, in der Hochsaison noch ein Gruppenhaus reservieren zu können. In Tannenheim in den Flumserbergen, konnte eine adäquate Gruppenunterkunft gefunden werden. Aufgrund der diversen Uni Prüfungen im Januar, entschied man sich, den Event erst im Februar, genauer, in der ersten Semesterwoche anzusetzen und ihn gleich ins Semesterprogramm mit einzubauen. Leider ging dem angesetzten Termin just die Basler Fasnacht voraus, so dass die Alemannen nicht teilnehmen konnten. Von den angemeldeten 10 Personen, konnten schliesslich nur 8 tatsächlich kommen, Luca Conrad Rhen! konnte als einziger Rhenane, dafür mit grossem Einsatz, die Ehre der Berner gerade noch retten. Daher konnte man, vor allem am ersten Tag, eigentlich von einem reinen Utonenanlass sprechen, am Donnerstagmorgen standen bei strahlendem Sonnenschein der ganze Fuxenstall und drei Burschen, darunter der OT, der COT und der vormalige OT, zusammen auf der Piste. Erfreulicherweise legten alle Anwesenden eine zügig sportliche Fahrweise an den Tag, so dass ohne grosse Wartezeiten auf hohem Niveau Ski und Snowboard gefahren werden konnte. Zum Zmittag gab es SchniPo und natürlich ein verdientes Gipfelbier bzw. Holdrio. Der Nachmittag gestaltete sich mit waghalsigen Abfahrten im Fun-Park und durch den Boardercross. Diesen ohne gröbere Blessuren überstanden, fand man sich anschliessend zum obligaten Aprés-Ski ein, um über das Erlebte zu fachsimpeln. In der Folge wurde das Sportgerät gewechselt, es fasste jeder einen Schlitten und man begab sich mittels Seilbahn nochmals hoch zur Berghütte, wo es ein urchiges Fondue mit einem feinen Tropfen Wein zu kredenzen gab. Unter diesen Umständen barg die darauf folgende Schlittenabfahrt zweifelsohne ein nicht unwesentlich gesteigertes Verletzungspotential, welches sich dann auch in mannigfaltiger Art und Weise realisierte. Diesbezüglich sei noch die folgende Anekdote zu erwähnen: Im Aprés-Ski machte man Bekanntschaft mit einer jungen Frau aus dem Zürcher Unterland. In der für Utonen bekannten, offenen und herzlichen Art, band man diese in das lustige Treiben mit ein. Als Folge davon erlitt besagte Dame auf der anschliessenden Talabfahrt dann aber einen Kreuzband und Meniskusriss, was tags darauf im Spital festgestellt werden musste. Damit aber nicht genug, sie kam dann trotzdem noch mit in den Ausgang. Der Abend war sehr vergnüglich, bei Billard und Töggele wurde noch das eine oder andere Bier gestemmt. Als wäre die Knieverletzung nicht schon schlimm genug, schlug sich die Dame, als sie den Schlafsackaus dem Auto holen wollte, die Autotür ins Gesicht woraus dann zusätzlich noch eine Platzwunde und ein schönes Veilchen resultierte. Diese unglückliche Verkettung von ärgerlichen Zufällen zeigt deutlich auf, wie sich das durchaus vorhandene, latente Verletzungsrisiko im Umgang mit Utonen bisweilen erbarmungslos realisieren kann. Am nächsten Morgen dann, korrespondierte das Katzenwetter draussen mit unserem Katzenjammer drinnen. Man griff zurück auf die Eventualplanung und entschloss sich, das lokale Freizeitangebot dahingehend zu nutzen, im örtlichen Hallenbad Geist und Körper wieder in Einklang zu bringen. Einzig der Schreibende wollte, als kurz ein paar Sonnenstrahlen durchblickten, noch nicht die Segel streichen und wagte sich nochmals, alleine aufs Brett. Die Entscheidung war richtig, die Pisten waren menschenleer und zumindest am Anfang schien noch die Sonne. Die Sicht wurde aber zunehmends schlechter und als man schliesslich schier die Hand vor dem Gesicht nicht mehr erkennen konnte war die Flucht in das rettende Iglu bei der Talstation sicher die beste Option. Beim wärmenden Holdrio tauten dann auch die klammen Finger wieder auf. Gegen Abend fand sich die ganze Corona wieder im Gruppenhaus ein, wo es Spaghettiplausch gab, gefolgt von einem kurzen, straffen Kommers mit vielen schönen Canten in gemütlicher Runde. Anschliessend ging es dann aber wieder hinauf ins Dorf, denn schliesslich galt es den Geburtstag von Luca-Curdin Conrad Rhen! zu feiern. In der Slalombar wo eine witzige Liveband durch den Abend führte und Champagner und Bier in Strömen floss, wurde dieser erfreuliche Anlass gebührend gefeiert. Zum Abschluss, mussten die Utonen noch erkennen, dass die Flumserberge halt nicht Zürich sind und es sich daher schwierig gestaltet, nach durchzechter Nacht noch den Hunger stillen zu wollen. Bezüglich dieses Dilemmas ergab sich dann am nächsten Morgen noch eine Meinungsverschiedenheit mit dem Pächter des Gruppenhauses, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Abschliessend wird die Winterturnfahrt 2010 als toller und erfolgreicher Anlass in Erinnerung bleiben. Es wurde bereits über eine Neuauflage im kommenden Winter diskutiert, mit den gemachten Erkenntnissen und einer frühzeitigen Planung, kann im 2011 sicher mit einer noch zahlreicheren Teilnahme gerechnet werden. An dieser Stelle sei daher den grosszügigen Spenden von verschiednen AHAH ganz herzlich gedankt. Es möge die eine oder andere Anekdote aus diesem Bericht von einem gelungenen Anlass zeugen.
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