Osterstamm – oder eine Reise durch die Utonengeschichte
Geschrieben von: Quästor   
Sonntag, 11. April 2010 um 21:17
In jedem Manne schlummert auch ein Kind, mussten sich Luginbühl und Stähelin gedacht haben, als sie einen Überraschungsstamm am 1. April planten. Um 18:00 s.t. wurde die Überraschung aufgedeckt – ein Leiterlispiel für Utonen. Die Spielleitung teilte die Anwesenden in Zweiergruppen ein, welche für den Rest des Abends bestanden.

 Das Ziel des Spiels war schnell klar: besser würfeln, besser trinken und mehr wissen als die Andern. 

Reif und von Babo mit ihrem Motto „besser, weiter, schneller“ distanzierten sich von den übrigen Teams in Windeseile. Das Aufnahmegesuch in die Verbindung wurde in wenigen Minuten geschrieben, selbstverständlich wurden wir über die unbedingte Satisfaktion aufgeklärt. Dann ging es im Laufschritt zur Kneip der Singstudenten, den Papst fotografieren und wieder zurück. Der erste Stammauftrag wurde mit Bravur absolviert. Auch die Fuxenprüfung war für die beiden ein Aufwärmen. Dann weiter auf den Paukboden, 100 tödliche Quart-Zieher – und sofort wieder in die Kneip würfeln. Selbstverständlich durfte eine flüssige Stärkung zur Abwechslung nicht fehlen – versuchen Sie mal, einen BJ schneller als Etienne Stähelin zu trinken (nicht vergessen, sich mit ihm zu verbünden und André Reber zwei Ganze nicht spezieller Art vorzutrinken heisst nicht, schneller als Etienne zu sein).

Einen super erotischen Tangotanz überzeugte auch die Jury, ebenso wie Reif’s Gesang ins schwarze Loch (verkleinern konnte er es nicht – jedoch eine stattliche Gewichtszunahme.)

Wie es den anderen Teams erging, ist dem Verfasser dieses Berichtes leider nicht bekannt, zu sehr waren er mit seelischer, moralischer und trinkerischer Unterstützung bei seinem Teamkollege.

Unter dem Motto "Der Weg ist das Ziel" startete auch unser Team Baumann/Rüdisüli. Da sich jedoch beim Jungfuxen bereits beim Eintrittsgesuch grammatikalische Defizite offenbarten, wurde der Start um eine erneute Reinschrift verzögert. Der so eingehandelte Rückstand konnte leider auch nicht durch aussergewöhnliche Würfelkünste minimiert werden, sondern schien sich exponentiell zu vergrössern. Nach Aprilscherzen bzw. Fangfragen und der obligatorischen Fuxenpartie ging’s dann erstmals an die frische Luft, um die neue Werbekampagne für Lägerebräu inkl. Foto vor der Polybahn zu gestalten. Allgemein waren die ihnen aufgetragenen Aufgaben sehr auf ihr fotografisches Können ausgerichtet, so durften sie unter anderem das altbekannte "Zwei-verkaterte-Utonen-auf-Parkbank-mit-Gehstock-Foto von Coburg" nachstellen. Zum Verhängnis wurde ihnen anschliessend die Aufgabe, drei Zirkel anderer Verbindungen ausserhalb der Utonenkneipe abzulichten, wobei sie beim alljährlichen Weisswurst-Abend der Helvetia zu Zürich einen "kurzen" Rast einlegten und somit ihre Chancen auf den Tagessieg endgültig begruben. Wohl gestärkt trafen sie darauf wieder im Plattenhof ein, wo sie die anderen Teams bereits von hinter der Ziellinie zuwinkten, falls sie dazu noch die Kraft hatten...

 

Die Gruppe Reber/Jahanabadi (das einzige Burschenteam) schlug sich ebenfalls tapfer. So mussten sie einen Korbschläger zusammenbauen, was für den Fechtchargierten Reber als noch keine allzu grosse Herausforderung herausstellte, ebenso das Quartenabdrehen konnten sie schnell hinter sich bringen. Obschon sie ihre Aufgaben schnell bewerkstelligten, waren sie auf dem Spielbrett am Anfang hinten anzutreffen: Würfeln kann ja so gemein sein! Interessant wurde es, als Reber seine Begleitung für das kommende Zentralfest, auf welche man neidisch sein sollte, vorstellen musste. Da Jahanabadi später noch an eine Wohnungsbesichtigung musste, trank sein Teamkollege jeden Tropfen, zu dem sie durch die Spielleitung verdonnert wurden. Der Promillepegel entsprach der Schönheit, welche Reber aufs Blatt zauberte. Zuletzt musste das Team mit einem Extemporevortrag zum Thema Prostitution und Sünde im römischen Reich überzeugen – was Ihnen auch vorzüglich gelang.

Gegen acht Uhr Abends hatte der Spuk ein Ende: Team Reif/von Babo stemmten den Pokal, eine Falsche Lägerebräu, in die Luft. Nochmals einen speziellen Dank dem Organisationskomitee wir warten schon ungeduldig auf das Utonen-Hüetlispiel!

 
 
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