Turmspringen und Likörstamm
Geschrieben von: Der unbekannte Turner   
Dienstag, 27. April 2010 um 06:34

Wenn jemand etwas hört von der Utonia als Turnerschaft mit richtigen Turnstunden, folgt jeweils unweigerlich die Frage: „Was macht ihr denn da in diesen Turnstunden?“, wobei man dem Fragenden die Vorstellung von einem Folterinstrument namens „Reckstange“ meist sogleich ansieht. Heuer, am 15. April 2010, fanden wir uns 17:30 Uhr zur „Turnstunde“ im Hallenbad Oerlikon ein, einem kuscheligen, -architektonisch wertvollen Ort mit unvergleichlicher Ambiance... Turnvater Jahn würde jubilieren! Dem atmosphärischen Wohlfühlprogramm entsprechend, versuchten wir uns turnerisch in etwas ganz Neuem und wollten sogleich hoch hinaus: nein, nicht „Ringlitauchen“ - Turmspringen! Angeregt und unterstützt von unserem Alten Herrn Nico Zhang Ut! (nein, nicht „Zange“ ausgesprochen), welcher in weiser Voraussicht nicht nur des Schwimmens mächtig, sondern auch des Rettungseinsatzes willig war, - wir benötigten dann aber doch keine Schwimmflügeli! Gesprungen wurde selbstverständlich von allem zwischen einem (1m) bis zum zehn (10m) Meter Turm, wobei zu bemerken ist, dass dort oben ,trotz der Vulkanasche, grandiose Aussicht herrschte, (- auf die Schwimmbadbesucherinnnen!) und dank selbiger Umnebelung zudem bestes Flugwetter.

Selbstredend blieb es nicht bei der verträumten Umgebungsbetrachtung, sondern es wurden auch sehr respektable Elemente der Sprungeskraft gezeigt, angefangen bei Vorwärts- und Rückwärtssalto, bis zur Kombination mit anderthalbfachen und Kopfsprung sowie Schrauben... die Aussicht war der Einsatz wert!

Bei den zahlreichen waghalsigen Operationen wurde uns allerdings alsbald ebenfalls bildhaft vor Augen geführt, weshalb die Zofinger Farben die nämlichen sind.....wobei ein echter Utone natürlich nie in einem solche Stadium verharren würde!

Im Anschluss ging es auf die Kneip für den nachfolgenden fakultativen Stamm. Wie schon so oft, bestätigte sich auch diesmal, dass fakultative Stämme alles andere als ruhig und wenig besucht sein müssen, vor allem, wenn es sich dabei um kulturelle Grossereignisse, wie der für diesen Abend anberaumten Verkostung 12 verschiedenen selbstgemachten Likören einer unserer lieben Couleurdamen handelt.

Neben immer gern gesehenen und zahlreich anwesenden Couleurdamen und anderen Freunden sowie einigen (Noch,-) Nichtcouleurikern, hatten die Utonen die Ehre, Gäste von e/v Helvetia zu Zürich, e/v Neuzofingia, e/v Sängerschaft der Rodensteiner Zürich und e/v B! Germania zu Erlangen zu begrüssen. Der eine oder andere gewohnte Bier- und Weintrinker war da allerdings zu Beginn der Degustation schon etwas skeptisch, ob der klebrigen Tatsachen die da folgen würden...

Es wurde allerdings eisern probiert und verkostet und ein Jeder fand schlussendlich seinen Favoriten, wobei bei aller Skepsis zu erwähnen bleibt, dass etliche gemütliche Runden folgten, welche von allen Teilnehmern wohlbehalten überlebt wurden und es soll schon Stimmen geben, welche das eine oder andere Gebräu am Liebsten als Dauergast auf der Kneipe sähen.

Es bleibt ausserdem festzuhalten, dass sich die gezuckerten Wässerchen durchaus positive auf die „Sitzfestigkeit sämtlicher Gäste auswirkten, blieben doch etliche Stammteilnehmer bis in die späten Morgenstunden der kulturellen Weiterbildung treu!

 
 
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